Tour 6:   Herzberg - Eichelnkopf - Herzberg
Gesamtlänge 12.05km, davon 0.64 km auf öffentlichen Strassen

km
0.00 Höhenmesser auf 257m stellen. Wir starten in der Raabestrase 43 und fahren nach rechts
0.32 Am Ende der Raabestrasse nach links in den asphaltierten Feldweg einbiegen
0.65 Links abbiegen auf den Schotterweg. Wir sehen vor uns den Eichelnkopf, das ist der bewaldete Berg der  hinter dem Funkturm liegt. 
1.38 Hinter der Brücke die Landstrasse überqueren (Vorsicht, beide Seiten sind schlecht einsehbar) und dann geradeaus weiterfahren, zum Papenberg hinauf und auf der anderen Seite wieder runter. Immer geradeaus weiterfahren.
3.60 Am Waldrand macht der Weg eine Linkskurve, aber wir fahren geradeaus in den Wald hinein. Der Weg könnte jetzt etwas schlammig werden.
4.26 An der Wegekreuzung geradeaus weiter, und kurz danach gabelt sich der Weg und wir fahren rechts bergauf.
4.89 Wir kommen an der alten Euleneiche vorbei.
6.24 Oben angekommen biegen wir scharf links ab und fahren auf dem Kamm entlang. Jetzt kommt ein sehr schwieriges Stück mit bis zu 34% Steigung. Hier hochzufahren ohne abzusteigen schafft man nur wenn alle Bedingungen optimal sind: Kein Matsch, keine Äste die quer auf dem Weg liegen, und natürlich die nötige Kondition. Wer es nicht schafft und lieber schiebt, der sollte die Gelegenheit nutzen und Äste und Steine aus dem Weg räumen, damit die Bedingungen beim nächsten Versuch besser sind. 
6.83 Wir sind auf dem Gipfel des Eichelnkopfs angekommen, 546m hoch.
Für den Rückweg gibt es zwei Möglichkeiten:
Variante 1: Auf dem gleichen Weg wieder zurück. Empfehlenswert !
Variante 2: Auf der anderen Seite (Richtung Herzberg) den Eichelnkopf hinunter. Aber Vorsicht, der erste Eindruck täuscht! Auf dieser Seite ist der Weg nämlich noch steiler als auf der Seite wo wir hochgekommen sind. Es sind stellenweise bis zu 40% Gefälle. Hinzu kommt dass es ein ausgewaschener Schotterweg mit tiefen Längsrillen und losem Geröll ist. Das Höhendiagramm zeigt diesen Weg, aber ich gebe zu dass ich ein Stück geschoben habe. 40% Gefälle ist schon ziemlich heftig, wenn man etwas zu stark bremst kippt man vorne über den Lenker. Ich habe euch gewarnt.
12.05 Ziel erreicht

 
Der Anstieg zum Eichelnkopf aus physikalischer Sicht:

Gemessen wurden 25 m Höhenunterschied auf 100 m gefahrene Strecke. Nach dem Satz des Pythagoras kann man die horizontale Distanz berechnen:
x = sqrt((100 m)2 - (25 m)2) = 96.82 m

Dann kann man die mittlere Steigung berechnen:
S = 100% * 25 m / 96.82 m = 25.8%

Um die Balance halten zu können darf eine gewisse Mindest-Geschwindigkeit nicht unterschritten werden. Nehmen wir mal an diese Geschwindigkeit ist 5 km/h, das entspricht 1.39 m/s. Das bedeutet wir müssen die 100m Strecke mit 25m Höhenunterschied in 72 Sekunden zurücklegen.

Die zu verrichtende Arbeit errechnet sich aus der Höhendifferenz und dem Gesamtgewicht von Fahrer und Fahrrad, welches ich mal mit 86 kg annehme:
E = 86 kg * 9.81 ms-2 * 25 m = 21091 Ws

Die Leistung ist Arbeit pro Zeit:
P = 21091 Ws / 72 s = 293 W

Das heisst wir müssen 72 Sekunden lang eine Leistung von 293 W aufbringen. Hinzu kommen aber noch die Verluste durch Rollwiderstand und Schlupf am Hinterrad, so dass ein Wert von ca. 350-400W realistisch erscheint.
 

Nachtrag am 10.8.09:
Ich habe die Steigung mit Wasserwaage und Zollstock vermessen, und an der steilsten Stelle 34% ermittelt. Wenn wir weiterhin eine Geschwindigkeit von 5 km/h annehmen, ergibt sich damit folgende Leistung:

P = G * 9.81 ms^-2 * (St / 100%) * V / sqrt(1 + (St / 100%)^2)
mit G = Gesamtgewicht von Fahrer und Fahrrad in kg
      St =Steigung in Prozent
      V = Geschwindigkeit in m/s

P = 86 * 9.81 * 0.34 * 5 / 3.6 / sqrt(1 + 0.34^2) = 377 W

Das ist die theoretische Leistung (ohne Berücksichtigung von Verlusten), die kurzzeitig aufgebracht werden muss. 


 
Dies ist eine Ausschnittsvergrösserung von Kilometer 6 bis 7 (das Diagramm stammt aber von einem anderen Tag), wobei die X und Y Achsen im gleichen Maßstab dargestellt sind. Die Steigung entspricht also der Realität. Aber wenn man vor dem Berg steht sieht es viel steiler aus...  Es ist wirklich kaum zu glauben wie flach der Hügel im Diagramm aussieht.

 
Blick zum Eichelnkopf (genau in der Bildmitte, Luftlinie ca. 4 km entfernt). Auf dem Foto sieht er genauso harmlos aus wie im Höhendiagramm... 

Der Grosse Knollen ist übrigens im Bild nicht sichtbar weil er aus dieser Blickrichtung genau hinter dem Eichelnkopf liegt.
 

Diese Tour als ErgoBike-Datei: eichelnkopf.epp
Diese Datei muss auf die SD-Karte in das Verzeichnis "data/program/" kopiert werden.

Oder als ErgoBike-Premiumprogramm mit Bildern: eichelnkopf.zip
Die ZIP-Datei enthält eine *.dpp Datei und einen gleichnamigen Ordner, die beide auf die SD-Karte in das Verzeichnis "data/premiumprogram/"  entpackt werden müssen. Nur die Hinfahrt von Herzberg zum Eichelnkopf ist mit Bildern versehen. Oben angekommen war nämlich die Batterie vom Fotoapparat leer. Aber die Bilder von der Rückfahrt wären sowieso nichts geworden, weil ich genau in die Sonne fotografiert hätte.

Leider wird die starke Steigung am Eichelnkopf vom ErgoBike nicht physikalisch korrekt simuliert. Die Leistung ist am ErgoBike viel zu klein. Siehe
hier.
 
 
27.4.08    Der bisher beste Versuch in 2008, den Eichelnkopf hochzufahren:

Das Diagramm zeigt den Ausschnitt von Kilometer 6 bis 7. Bei der ersten Markierung habe ich abgebrochen, aus zwei Gründen:
1. Sehr lockerer trockener Boden wo man ca. 5cm tief einsinkt, da geht viel Energie verloren.
2. Mein Puls war schon auf 183, deutlich über dem Grenzwert.
Die Leistung im unteren Diaramm ist übrigens der theoretische Wert ohne Verluste. Die wirkliche Leistung muss deutlich höher sein.

Bedingungen:
-- Temperatur ca. 19°C
-- Der Weg ist freigeräumt von störenden Ästen und Steinen.
-- Vorne 24 Zähne, hinten 32 Zähne
-- Wenig Luftdruck auf dem Hinterrad
-- Kein überflüssiges Gewicht dabei. Kein Rucksack, Trinkflasche fast leer. 
-- Die letzten 300m vor dem steilen Anstieg bin ich absichtlich langsam gefahren, um den Puls unter 130 zu bringen.

Fazit: So wird das nichts. 
--Die Übersetzung muss geändert werden, entweder vorne 22 Zähne oder hinten 34 Zähne.
-- Mehr trainieren !!!
-- Der Weg müsste plattgewalzt werden. Man müsste 1000 Wanderer über den Eichelnkopf scheuchen, danach wäre der Weg in Ordnung.
-- Die Motivation ist da. Ich weiss dass man da hochfahren kann, weil ich es in den 90er Jahren schon mal geschafft habe (24/34 Zähne).

28.5.08   Meine erste erfolgreiche Bezwingung des Eichelnkopfes seit mehr als 10 Jahren !
Das linke Diagramm zeigt die Daten über der Entfernungs-Achse (von Kilometer 6 bis 7). Die beiden Markierungen sind die scharfe Linkskurve und der Gipfel des Eichelnkopfes. Das rechte Diagramm zeigt den gleichen Ausschnitt über der Zeitachse.
Bedingungen: 21°C, trocken, vorne 22 Zähne, hinten 32 Zähne, kein überflüssiges Gewicht dabei, absichtlich langsam gefahren solange es möglich war, wenig Luft im Hinterrad.
Da wo der Puls kurzzeitig unter 120 fällt hatte ich kurz angehalten um etwas Luft aus dem Reifen zu lassen (bevor die starke Steigung anfängt).
 

In den Jahren 2009 und 2010 ist mir leider keine erfolgreiche Bezwingung dieses Berges gelungen. An Versuchen hat es nicht gefehlt. Die Bedingungen waren schlecht, weil dort zuerst die Wildschweine alles aufgewühlt haben, und dann wurde am Eichelnkopf Holz geschlagen, wodurch der Weg stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aber im Sommer 2011 sind die Bedingungen so gut wie schon lange nicht mehr:

28.6.2011: Die dritte erfolgreiche Fahrt auf den Eichelnkopf:

 

Juli 2011: Da es jetzt immer mehr erfolgreiche Fahrten auf den Eichelnkopf gibt, wird eine Liste anlegt. Mein Ziel: 100 mal auf den Eichelnkopf fahren.
 
Laufende Nummer Datum Untersetzung Link zu Garmin_Connect Maximalpuls Bemerkungen
1 ca. 1995 24/34     schon lange her ...
2 28.5.08 22/32   ca. 185 Diagramme siehe oben
3 28.6.11 22/32 Link 179 Optimale Bedingungen im Sommer 2011
4 30.6.11 22/32 Link    
5 11.7.11 22/32 Link 175  
6 12.7.11 22/32 Link    
7 21.7.11 22/32 Link    
8 26.7.11 22/32 Link 173  
9 27.7.11 22/32 Link 174  
10 3.8.11 22/32 Link    
11 23.8.11 22/32 Link 175, 178 Zwei Versuche direkt nacheinander, beim ersten Versuch kurz vor dem Gipfel an einer Wurzel hängen geblieben, zweiter Versuch erfolgreich.
12 20.9.11 22/32 Link    
13 + 14 21.9.11 22/32 Link   Zweimal direkt nacheinander
15 27.9.11 22/32 Link 181  
16 28.9.11 22/32 Link 180  
17 30.9.11 22/32 Link    
18 + 19 + 20 1.10.11 22/32 Link   Dreimal direkt nacheinander
21 + 22 + 23 4.10.11 22/32 Link 175 Dreimal direkt nacheinander
24 + 25 6.10.11 22/32 Link   Zweimal direkt nacheinander, bei Mistwetter
26 16.10.11 22/32 Link    
27 4.11.11 22/32 Link   Zwei Versuche direkt nacheinander, beim ersten Versuch lag ein umgestürzter Baum quer auf dem Weg, zweiter Versuch erfolgreich.
28 18.11.11 22/32 Link    
29 + 30 20.11.11 22/32 Link   Zweimal nacheinander, dazwischen zum Knollen gefahren

Als etwas einfacherer Berg zum Üben bietet sich die Strecke von der Einhornhöhle zur Burgruine an.

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